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Eingliederung der TikK-Angebote in die AOZ

Sehr geehrte Damen und Herren

Ende April haben wir Sie in einem Schreiben darüber informiert, dass das TikK seinen Betrieb per Ende Juni einstellen wird. Des Weiteren haben wir Ihnen mitgeteilt, dass die Asyl-Organisation Zürich (AOZ) die Zusammenführung unserer Dienstleistungen mit ihren eigenen Angeboten prüft.

Diese Prüfung ist inzwischen erfolgt und hat ein erfreuliches Resultat erbracht: Die AOZ wird die Dienstleistungen des TikK ab 1. Juli weiterführen und damit auch einen Teil unserer Mitarbeitenden übernehmen können.

Im Moment sind das TikK und die AOZ daran zusammen mit den Auftraggeberinnen und Auftraggebern die Details der Zusammenführung auszuarbeiten. Über allfällige Anpassungen (z. B. der Telefonnummer oder der Homepage) informieren wir Sie, sobald die diesbezüglichen Abklärungen abgeschlossen sind.

In der Zwischenzeit erreichen Sie uns weiterhin über die bekannten Kanäle.

Wir sind überzeugt, dass mit der Integration der TikK-Angebote in die AOZ eine gute Lösung gefunden werden konnte und danken allen Beteiligten – insbesondere natürlich auch den Auftrag gebenden Stellen – für ihren Einsatz und ihre Flexibilität.

Freundliche Grüsse

Prof. Dr. Silvia Staub-Bernasconi
Präsidentin a.i

Hanspeter Fent
Geschäftsleiter

24 Jahre für friedliches Zusammenleben geht zu Ende

Sehr geehrte Damen und Herren

Das TikK schaut auf 24 Jahre fachlich erfolgreiches Engagement bei Konflikten zwischen der einheimischen- und zugewanderten Wohnbevölkerung zurück! Heute sehen wir uns gezwungen, uns mit sowohl schlechten, wie auch guten Nachrichten an Sie zu wenden.

Die schlechten Nachrichten zuerst: Trotz grosser Anstrengungen ist es uns nach dem Ausscheiden eines jahrelangen, grosszügigen Sponsors leider nicht gelungen, unser professionelles Kompetenzzentrum finanziell besser abzusichern. Deswegen sahen sich Geschäftsleiter und Vorstand gezwungen, der Generalversammlung die Auflösung des Vereins zu beantragen. Am 19. März 2019 hat die Generalversammlung diesem Antrag zugestimmt.

Und jetzt die guten Nachrichten: Wir können die Vereinsauflösung ab Mai 2019 geordnet und ohne Insolvenz abwickeln. Mit unseren kantonalen- und städtischen Auftraggebern haben wir bereits gute Übergangslösungen gefunden und festgehalten. Und unsere Dienstleistungen können wir noch bis Ende Juni 2019 – wenn auch mit eingeschränkten Ressourcen – erbringen.

Weiter prüft die Asylorganisation Zürich (AOZ) aktuell die Zusammenführung unserer Dienstleistungen mit ihren eigenen Angeboten (nämlich dem Konfliktophon; der Beratung, Begleitung und Vermittlung bei psychosozialen Problemstellungen sowie mit der Mediation bei interkulturellen Konflikten). Sie klärt gleichzeitig auch ab, ob und wie viele unserer Mitarbeitenden übernommen werden können.

Wir sind der Überzeugung, dass die Integration in die AOZ eine sehr gute Lösung wäre. Zum einen würden unsere gefragten Dienstleistungen – trotz Vereinsauflösung – weiterhin zur Verfügung stehen und zum andern ergäbe sich so zumindest für einen Teil unserer engagierten Mitarbeitenden eine Anschlusslösung. Wir hoffen deshalb sehr, dass die AOZ mit ihren Abklärungen zu einem positiven Ergebnis kommt.

Zum Schluss bleibt uns herzlich zu danken! Wir danken unseren Mitarbeitenden für ihr professionelles und wertvolles Wirken. Sie haben unzählige ratsuchende, teilweise in verzweifelten bis bedrohlichen Situationen, Menschen und Fachpersonen wirkungsvoll unterstützt. Und in ihrer Bildungsarbeit haben sie viele Menschen, beruflich und in ihrem Alltag, für die wichtigen Themen des Zusammenlebens der einheimischen- und zugewanderten Wohnbevölkerung sensibilisieren und Problemlösungen aufzeigen können.

Wir danken auch all unseren SpenderInnen und Auftraggebern für das langjährige Vertrauen und die wertvolle Unterstützung in den vergangenen Jahren.

Natürlich bleibt für uns trotz guter Aussichten ein grosser Wermutstropfen zurück. Wir hätten allen unseren Mitarbeitenden und dem TikK selber von Herzen gerne weitere Jahre des wertvollen eigenständigen Wirkens gegönnt.

Mit nochmaligem Dank und freundlichen Grüssen,

Prof. Dr. Silvia Staub-Bernasconi, Präsidentin a.i.

Hanspeter Fent, Geschäftsleiter

TANGRAM 42 – Eidgenössische Kommission gegen Rassismus

Unser Geschäftsleiter Hanspeter Fent hat im TANGRAM 42 zum Thema Integrationsarbeit und Kampf gegen Rassismus einen Artikel mit dem Titel: „Komplexe und anspruchsvolle Beratung. Klärung einer Diskriminierungssituation nur der erste Schritt zur Problemlösung“ verfasst.

Viel Spass bei der Lektüre!

TikK-Beiträge in Fachmagazinen

TikK durfte in der Novemberausgabe des Fachmagazin personalSCHWEIZ zum Thema ‘Konflikte’ einen Artikel zum Umgang mit interkultureller Vielfalt schreiben. Der Artikel kann unten als PDF heruntergeladen werden.

Die Bildungsarbeit von TikK für Verwaltungsangestellte hat Nadine Siegele im komunalmagazin Oktober – November 2017, Nr. 5 beschrieben. Den Artikel finden Sie hier: Interkulturelle Kompetenz: Die Kulturbrille ablegen. Mehr Artikel zur Arbeit von TikK finden sich unter der Rubrik Downloads auf unserer Website.

Radio SRF 2 Blickpunkt Religion berichtet über TikK

In der Schweiz leben und arbeiten Angehörige verschiedener Religionen meist friedlich zusammen. Wenns dennoch mal Probleme gibt, kann das Kompetenzzentrum für interkulturelle Konflikte (TikK) beraten. Hier gehts zur Sendung

Das TikK erhält den Gleichstellungspreis der Stadt Zürich!

Der Züricher Stadtrat hat das Engagement von TikK für ein friedliches Zusammenleben in der Schweiz – insbesondere für die Gleichstellung im Migrationskontext – mit dem 20. Gleichstellungspreis geehrt. An der Feier vom 3. Juli 2017 übergab die Stadtpräsidentin Corine Mauch dem TikK-Team den Preis. Das Jurymitglied Tarek Naguib führte durch die Feier im Zürcher Stadthaus und Simone Prodolliet, Geschäftsführerin Eidgenössische Migrationskommission EKM hielt die Laudatio, welche unten nachgelesen werden kann. Der feierliche Anlass wurde von der Jazz- und Pop-Musikerin Brandy Butler und dem Gitarrist Claude Stucki mit thematisch passender Musik umrahmt.

Wir danken der Züricher Stadtpräsidentin, dem Zürcher Stadtrat, der Fachstelle für Gleichstellung und allen übrigen Beteiligten sehr herzlich für den Preis, für die schöne Feier und die anerkennenden Worte!

Das TikK erhält den Gleichstellungspreis der Stadt Zürich!

Der Stadtrat würdigt das 22-jährige Engagement des TikK für gewaltfreie Lösungen von interkulturellen Konflikten und das friedliche Zusammenleben zwischen Menschen verschiedener Herkunft, zwischen den Geschlechtern und Generationen.

TikK bietet ratsuchenden Betroffenen und Fachpersonen in Konflikten rund um Rollenvorstellungen im Migrationskontext unentgeltliche Beratung und Begleitung. Themen sind das Gestalten eigener Lebensentwürfe, das Ausleben persönlicher Freiheiten, verbotene Liebesbeziehungen, Zwangsheirat oder weibliche Genitalbeschneidung. Auch in der Bildungsarbeit vermittelt TikK diese Themen zielgruppenspezifisch an Fachpersonen.

Dank dem Beratungsangebot können solche komplexen, häufig von Drohungen und Gewalt begleiteten Krisensituationen aufgefangen und eine Eskalation der Ereignisse verhindert werden. TikK unterstützt und befähigt insbesondere junge Frauen, aber auch Männer: in der Findung von gewaltfreien Lösungen, in der Entwicklung von neuen Perspektiven und im Ausleben eines gleichgestellten Rollenverständnisses. Dabei ist TikK bestrebt bei allen Konfliktparteien – also bei den Ratsuchenden und ihrem familiären Umfeld – Lernprozesse in Gang zu setzen, so dass in kleinen Schritten neue Selbstverständnisse zugelassen und ausgelebt werden können. In nicht verhandelbaren Situationen kann es sein, dass sich die Betroffenen zum Bruch mit der Familie entscheiden. Dann ist unsere Aufgabe die Konsequenzen dieses Schrittes mit den Ratsuchenden zu thematisieren und sie auf ihrem Weg zu begleiten. Falls es die Konstellation zulässt und dies gewünscht wird, unterstützen wir die Ratsuchenden bei der Wiederaufnahme des Kontaktes mit den Familien.

Der Gleichstellungspreis der Stadt Zürich ist mit 20‘000 Franken dotiert und wird TikK im Rahmen einer Feier am 3. Juli 2017 in Anwesenheit von Stadtpräsidentin Corine Mauch und Stadtrat Daniel Leupi verliehen. Wir freuen uns sehr über diese Wertschätzung unserer Arbeit durch die Stadt Zürich und bedanken uns herzlichst dafür!

Mehr Informationen zum Gleichstellungspreis der Stadt Zürich finden Sie auch auf der Website der Stadt Zürich. Eine Übersicht über alle Preisträger_innen finden Sie hier.

Sponsorenwanderung

Die von Martin Staub initiierte Sponsorenwanderung zu Gunsten von TikK, die gute Stimmung, die inspirierenden Gespräche unterwegs und die grosszügige Unterstützung von über 100 Sponsoren und Mitwandernden hat uns sehr berührt und bei der eisigen Kälte auch ein bisschen beflügelt. So wurden am 21. Januar 2017 auf der Strecke von Zürich Stauffacher bis nach Kappel am Albis insgesamt 747.5km zu Gunsten von TikK gewandert!
Der Anlass macht uns allen sehr viel Mut unser Engagement für ein friedliches Zusammenleben in einer sich polarisierenden Welt weiterzuführen. Wir danken Martin Staub und Mitwandernden und Sponsoren ganz herzlich für eure Unterstützung – ihr seid grossartig!

Mehr Impressionen von der Wanderung findet ihr auf der TikK Facebookseite

Zwanzig Jahre TikK

Am 10. November 2015 feierte TikK sein zwanzigjähriges Bestehen.

Zu unserer grossen Freude sind gegen 200 Personen aus verschiedenen Gesellschaftsschichten und unterschiedlichen Berufsgattungen der Einladung gefolgt. Diese Vielfalt zeigt wie breit abgestützt TikK ist, so der Vereinspräsident Peter Binz.
Der Moderator Oskar Seiler, Redactur beim RTR Radiotelevisiun Svizra Rumantscha führte gekonnt und einfühlsam durch den Abend. Die Festivitäten wurden von musikalischen Beiträgen der Claudia Masika Band umrahmt und gipfelten in einem Apéro riche. Folgende Gäste würdigten die Arbeit von TikK: Regierungsrat Mario Fehr, die Präsidentin des Schweizerischen Roten Kreuzes Dr. h.c. Kreuzes Annemarie Huber-Hotz, der langjährige Weggefährte Dr. Robert Karrer, Stv. Polizeikommandant Roland Hemmi und der Leiter der Fachstelle für Rassismusbekämpfung Dr. Michele Galizia. Die Reden finden Sie hier, mehr Informationen und Impressionen zum zwanzigsten Jubiläum finden Sie nächstens in unserem Newsletter.

Regierungsrat Mario Fehr wies darauf hin, dass die aktuellen Ereignisse in der Welt, sowohl unsere Strukturen als auch unsere Gesellschaft vor grosse Herausforderungen stellen. Dies zeige wie wichtig ein Kompetenzzentrum für interkulturelle Konflikte sei. Er sei froh, in dieser Hinsicht auf eine so kompetente Unterstützung zählen zu können und dankte dem TikK-Team mit folgenden Worten: ‚Ihr Engagement ist ein Geschenk für unsere Gesellschaft. Sie leisten viel, sehr viel. Dafür danke ich Ihnen ganz herzlich!’

Auch wir danken herzlich! Unseren langjährigen Wegbegleitern, Finanzgebern, Projektpartnern vom Bund, Kantonen, Städten, Gemeinden, sowie Auftraggeberinnen aus der Privatwirtschaft für das TikK entgegengebrachte Vertrauen und ihre Unterstützung, aber auch für das schöne Fest, die Glückwünsche, die anerkennenden Worte und die Zeit, welche sich unsere Gäste genommen haben, sagen wir herzlichen Dank! Wir freuen uns auf eine gute Zusammenarbeit auch in Zukunft mit Ihnen!

Partnerschaft TikK und SRK

Das Schweizerische Rote Kreuz (SRK) und das Kompetenzzentrum für interkulturelle Konflikte (TikK) arbeiten seit 2013 zusammen. Die Partnerschaft wurde vorerst für drei Jahre vereinbart und wird bis 2019 weitergeführt.

Die Partnerschaft zwischen SRK und TikK ermöglichte koordinierte Aktivitäten im Bereich Integration und die gemeinsame Entwicklung und Optimierung der Angebote. Mit der TikK-Partnerschaft konnte sich das SRK in neuen Bereichen seines Kerngeschäftsfelds Integration positionieren.

„Das ist eine klassische Win-Win-Situation“, sagten Christine Kopp, Leiterin des Departements Gesundheit und Integration beim SRK, und Hanspeter Fent, Geschäftsleiter TikK. Beide sind erfreut, dass zwei erfolgreiche Organisationen durch gegenseitigen Austausch noch stärker wurden.

Das SRK schuf sich mit seinen Integrationsangeboten (zum Beispiel das Projekt „mitten unter uns“ für die Integration von Kindern, „femmes Tische“ in Zürich, das „eins zu eins“-Coaching für Migrantinnen und Migranten in Graubünden, die interkulturelle Bibliothek in Genf oder das Nähatelier für Migrantinnen in Basel), seinen Angeboten und Publikationen zur Transkulturellen Kompetenz oder mit Konflikttrainings für Jugendliche („chili“) einen Namen. Das TikK seinerseits entwickelte sich in den 18 Jahren seines Bestehens zu einem wichtigen Kompetenzzentrum in den Bereichen der Konfliktbearbeitung, der interkulturellen Öffnung von Verwaltungen, der Initiierung und Umsetzung von Integrationsprojekten und der Bildungsarbeit. Das spezifische Fach- und Handlungswissen von TikK ist sowohl für die öffentliche Hand als auch für die Zivilgesellschaft bedeutend. Das in Zürich domizilierte TikK wurde 2012 mit dem Doron-Preis geehrt.

Websites:
www.redcross.ch / www.chili-srk.ch / www.transkulturelle-kompetenz.ch

Kontakt:
Hanspeter Fent, Geschäftsleiter TikK, 079 646 54 35
Christine Kopp, Leiterin Departement Gesundheit und Integration SRK, 079 814 99 49

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